Ueberall-Theater führt den „Zerbrochenen Krug“ auf
icon.crdate13.03.2026
Einen echten Bühnen-Klassiker, Heinrich von Kleists „Der zerbrochene Krug“, durften unsere Neunt- und Zehntklässler am Freitag, 13.März 2026 erleben. Das Wiener „Ueberall-Theater“ war an diesem Vormittag zu Gast, um mit dem zum Nach- und Mitdenken anregenden Lustspiel den Musiksaal in einen Gerichtssaal zu verwandeln.
Im Mittelpunkt des Dramas steht eine Gerichtsverhandlung im Dorf Huisum: Marthe Rull klagt Ruprecht an, den wertvollen Krug ihrer Tochter Eve zerbrochen zu haben. Dorfrichter Adam soll den Fall aufklären, doch im Laufe der Verhandlung verdichten sich die Hinweise, dass ausgerechnet er selbst in der Nacht am Tatort war. Mit viel Wortwitz, Situationskomik und sprachlicher Raffinesse entlarvt Kleist nach und nach die Wahrheit und zeichnet zugleich ein satirisches Bild von Machtmissbrauch und menschlicher Schwäche. Besonders eindrucksvoll war die intensive Einbindung unserer Schüler: Sie agierten als Tisch, Leiterhalter oder Gerichtsdiener, was für zahlreiche Lacher und eine lebendige Atmosphäre im Musiksaal sorgte.
Am Ende durften unsere Schülerinnen und Schüler über den Ausgang des Stücks abstimmen. Dadurch wurde deutlich, dass es im Theater nicht nur um das Zuschauen, sondern auch um Mitdenken, Mitfühlen und Mitentscheiden gehen kann.
Nach der Vorstellung standen die Schauspielerinnen und Schauspieler den Schülerinnen und Schülern noch Rede und Antwort. Ihr Anliegen hierbei: Theater soll nicht als verstaubt oder langweilig wahrgenommen werden, sondern als ein lebendiges, aufregendes Erlebnis. Das „Ueberall-Theater“ hat es geschafft, das zeigte der Applaus, genau das zu vermitteln – ein Theaterstück, das im Gedächtnis bleibt und hoffentlich Lust auf mehr macht.












